Aktion

Dieses Schuljahr fand am 18.12.2017 zum ersten Mal ein Winterfest statt. Es war ein voller Erfolg. Schüler und Schülerinnen, Eltern, weitere Verwandte und Freunde fühlten sich auf dem Platz vor der Mittelschule sehr wohl und genossen die ausgelassene Stimmung zwischen den Weihnachtsständen.

Einige Klassen sorgten für das leibliche Wohl, andere wiederum boten selbstgefertigtes Weihnachtsgebäck und -deko an. Zwischendurch gab es Musikeinlagen sowie eine Versteigerung zugunsten der Lernwerkstatt.

Vielen Dank an den Elternbeirat und die SMV für die Organisation! Eine Wiederholung wäre wünschenswert.

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) vergibt seit 2009 alle zwei Jahre einen Förderpreis für soziales und ehrenamtliches Engagement.
Dieses Jahr durfte die Josef-Zerhoch-Mittelschule Peißenberg, die sich seit vier Jahren im Rahmen eines Mittelschultags für wichtige soziale Themen und für ein besseres Miteinander der unterschiedlichen Kulturen und Menschen einsetzt, den zweiten Platz entgegennehmen.
Gaby Zeitler nahm den Preis stellvertretend für Schüler und Kollegen entgegen.

Am Mittwoch, den 26.07.2016, war der Weimarer Kulturexpress zu Gast bei den 7. und 8. Klassen der Josef-Zerhoch-Mittelschule Peißenberg.
Zwei junge und äußerst talentierte Schauspieler zeigten vor dem gebannt folgenden Publikum, auf der Bühne des Pfarrsaals von St. Barbara, das inhaltlich topaktuelle Theaterstück „Fremde Heimat“, (Inhalt siehe unten). Geschickt präsentierten die beiden Darsteller die Geschichte des jungen Asylanten Daniel und seiner deutschen Freundin Marie und schafften es dabei, nicht nur die unterschiedlichsten Emotionen zu erzeugen und zu unterhalten, sondern auch Denkanstöße zu den Themen Angst, Vorurteile zu geben.
Nach der 60-minütigen Aufführung hatten die Schüler Gelegenheit sich zum Stück und seinen Inhalten mit eigenen Gedanken zu äußern. Die beiden Darsteller moderierten souverän die Gespräche und es wurde deutlich, wie wichtig es ist miteinander zu sprechen, um Vorurteilen vorzubeugen bzw. diese aus der Welt zu schaffen, was in unserer heutigen, unruhigen und angsterfüllten Zeit wichtiger denn je geworden ist.

Fremde Heimat 1 Fremde Heimat 2

Zum Inhalt von „Fremde Heimat”
(Quelle: Webseite des Weimarer Kulturexpress)
Daniel kommt nicht von hier. Aber er möchte hier leben. Ganz normal, wie alle Jugendlichen. Zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester. Seine Großeltern fehlen ihm. Sie sind in der Heimat geblieben, die ihm zwar vertraut, aber gefährlich ist. Großvater ist alt und krank, er würde die Strapazen einer Flucht nicht überstehen. Sowohl im Heimatland, als auch auf der Flucht war Angst der ständige Begleiter der Familie.
In Deutschland trifft Daniel auf Marie. Während ihrer Begegnungen nähern sich die beiden nach und nach an. Während Marie sich zwischen Verständnis und Vorurteilen hin- und hergerissen fühlt, muss Daniel lernen, sich anzupassen. Beide machen dabei Fehler, beide müssen sich immer wieder bemühen, den anderen zu verstehen. Und beide müssen ihre Beziehung gegenüber Dritten verteidigen.
Mit dem Theaterstück „Fremde Heimat“ erzählt der Weimarer Kultur-Express sowohl ernsthaft als auch humorvoll auf der einen Seite die Lebensgeschichte eines jungen Ausländers und spricht damit das Einfühlungsvermögen der Zuschauer für Menschen in Flucht- und Asylsituationen an.
Die Geschichte und das Umfeld Maries stehen auf der anderen Seite für die Ängste und Vorurteile der einheimischen Jugendlichen, die hier ernst genommen und abgebaut werden. Aber sie steht auch stellvertretend für die Menschen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren.
Neben dem menschlichen Verständnis geht es auch um das politische Verständnis der Ursachen für die Massenfluchten, die wir momentan erleben.

Die Klasse 7A fuhr am Freitag, den 1.07.2016, nach Murnau ins Schlossmuseum. Hier erhielt sie einen interessanten Rundgang durch das Museum. Unter der kompetenten Anleitung von Hr. Christian Schied erfuhren die SchülerInnen so einiges über Perspektive, räumliche Darstellung und Farbkontraste. In der Museumswerkstatt durften sie dann mit Bleistift und Wachsmalkreiden eine Außenansicht des Museums malen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen!

Vortrag Internet 1Am Dienstag, den 10.05.2016, „unterhielt“ sich Cem Karakaja (Polizeibeamter im Bereich „Neue Medien und Internetkriminalität“) mit Schülern der Realschule Peißenberg sowie der Mittelschulen Peißenberg und Huglfing.

Witzig, informativ, provozierend und mitreisend sprach er viele Gefahren an, denen sich Nutzer der sog. „Neuen Medien“ freiwillig und unwissend aussetzen.

Klar wurde, dass wir uns erst schützen können, wenn wir diese Gefahren auch kennen. Für manche Schüler gab es da die eine oder andere Überraschung, und nicht alles was technisch geht, ist auch erlaubt.
Cem Karakaja ist der Meinung, dass Kinder stets begleitet werden sollten, in diesem Riesenraum, wo sich fast alle anderen Menschen frei bewegen und das meistens anonym. „Es sind sehr viele gute Menschen unterwegs und ein paar böse sind leider – wie überall – auch dabei.“

Selbstbewusstsein, Zivilcourage, Medienkompetenz gehören auf den Stundenplan und sind Themen, die auch in der Erziehung der Kinder eine große Rolle spielen sollten. Deshalb gab es am Abend in der Realschule auch einen Vortrag für Eltern, und die waren genauso überrascht wie auch schokiert, was alles im „World Wild Web“ möglich ist.

Vortrag Internet 2

Möglich wurde die Veranstaltung durch die Zusammenarbeit der drei Schulen zum Thema Medien. Bereits im Februar fand eine zweitägige Fortbildung für Schüler statt, die zum Ziel hatte, an jeder Schule Schüler und Lehrer als Schulmedienscout zu etablieren, damit bei Problemen im Netz eine Anlaufstelle vor Ort ist.

„Die Veranstaltung mit Cem Karakaja war ein voller Erfolg“, freuten sich die verantwortlichen Lehrer Mareike Kliegel und Gaby Zeitler, „und mit Sicherheit nicht die letzte Veranstaltung zu diesem Thema, denn es ist in unserer Verantwortung, unsere Kinder fit zu machen, für die Chancen, die neue Medien bieten, aber auch sie vor den Gefahren zu schützen.“